TUBA

tuba

Königin der Blasinstrumente

Die Tuba ist ein Musikinstrument, das häufig auch als Königin der Blasinstrumente bezeichnet wird. Der Name bedeutet frei auf Deutsch übersetzt so viel wie Trompete. Dennoch ist die Tuba deutlich größer und gleichzeitig auch das tiefste Blechblasinstrument.
Wenn über ihren Klang gesprochen wird, sind häufig Begriffe wie edel, weich oder warm zu hören. Im Handel können zahlreiche unterschiedliche Modelle in verschiedenen Bauformen und mit diversen Stimmungen erworben werden. Die Tuba ist aufgrund ihrer vielen Facetten in nahezu allen Musikrichtungen einsetzbar. 

FUNKTION UND SPIELTECHNIK

Die Tuba wird entweder im Sitzen, im Stehen oder auch im Liegen gespielt. Da viele Modelle aber mehr als acht Kilogramm wiegen, setzen sich viele Musiker auf einen Stuhl, vor allem bei sehr langen Konzerten.

Hierbei wird das Instrument entweder auf die Beine, auf einen kleinen Tisch oder auf den Spielständer aufgesetzt. Wenn im Stehen oder beim Marschieren gespielt wird, kann sie mit einer speziellen Tragehilfe (Tragegurt oder Kreuzgurt) gehalten werden.

DIE VENTILE

Es gibt Modelle mit drei bis sechs Ventilen, die zumeist mit den Fingern der rechten Hand gedrückt werden. Der Tubist kann bestimmen, wie diese angeordnet sind und das Instrument dementsprechend bestellen.

Teilweise sind auch sogenannte Daumen ventile (4-1) erwünscht, um ein fünftes Ventil nutzen zu können. Je nach Bauart befindet sich der sogenannte Schallbecher entweder links oder rechts vom Körper oder vor dem Spieler

DIE GRIFFKOMBINATION

Die Griffkombinationen der Tuba sind vergleichbar mit denen unterschiedlicher Blechblasinstrumente, wie zum Beispiel der Trompete. Die Naturtöne lassen sich durch Drücken der oben erwähnten Ventile absenken. Dadurch sind viele unterschiedliche Klänge möglich. Sobald die Ventile betätigt werden, schaltet sich ein Ventilbogen hinzu, wobei Folgendes gilt:

  • Erstes Ventil -> Ganzton
  • Zweites Ventil -> Halbton
  • Drittes Ventil -> Ganzton & Halbton
  • Viertes Ventil-> zwei Ganztöne & ein Halbton

WIE FUNKTIONERT DIE TONERZEUGUNG?

Die Tonerzeugung ist relativ kompliziert und erfordert etwas Übung. Hierbei erzeugt der Spieler im sogenannten Kesselmundstück mit seinen Lippen die erforderliche Schwingung. Währenddessen bläst er Luft in das Instrument und erzeugt den gewünschten Ton.

Und dieser wird von der Tuba, die als eine Art Resonanzkörper fungiert, verstärkt und letztlich auch zum Klingen gebracht. Anhand der Geschwindigkeit des Lippenschwungs kann er die Tonhöhe beeinflussen und mit dem Luftfluss die Lautstärke bestimmen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Tuba also nicht von zahlreichen anderen Blechblasinstrumenten, klingt aber deutlich schöner. 

BAUFORMEN UND STIMMUNGEN

Im Handel sind Tuben in zahlreichen unterschiedlichen Bauformen erhältlich. Von keinem anderen Blechblasinstrument gibt es so viele verschiedene Variationen, was wiederum die Besonderheit dieses Instruments unterstreicht. Teilweise ist dies auch historisch bedingt, teilweise entwickelten sich die unterschiedlichen Bauformen aber auch aufgrund der verschiedenen Einsatzzwecke

DIE UNTERSCHIEDLICHEN BAUFORMEN

Die Bass- und Kontrabasstuba hat eine aufrechte und gerade Bauform und ist in Europa am häufigsten in Gebrauch. Sie unterscheidet sich von anderen Modellen durch diverse Modifikationen, wie zum Beispiel durch ihre Größedie Stimmungdie Ventilausführung oder auch die Ventilanbringung.

Wer den geschichtlichen Werdegang des Instruments etwas genauer betrachtet, bemerkt schnell, dass sie zu unterschiedlichsten Zwecken zum Einsatz kam und auch immer noch kommt. Hierbei hat die Militärmusik, vor allem die Marschmusik, eine Sonderstellung. So wurden früher zum Beispiel auch Instrumente benötigt, die sich problemlos auf einem Pferd spielen ließen. 

DAS HELIKON

Zu diesen Zwecken wurde in Ost- und Mitteleuropa schon sehr früh das sogenannte Helikon entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine Abwandlung der eigentlichen Tuba, die einen ergonomischen Korpus hatte. Dieser wurde nicht wie sonst gerade nach oben gebaut, sondern um den Körper des Spielers gelegt und hatte damit eine runde Form.
Zudem wurde das Schallstück nach vorne ausgerichtet, sodass die Zuhörer den Klang bei Märschen und festlichen Paraden besser wahrnehmen konnten. Ein weiterer Vorteil des Helikons war die gute Gewichtsverteilung. So lag das Instrument beim Marschieren ganz einfach auf den Schultern des Spielers auf, wodurch keine weitere Tragehilfe benötigt wurde. 

DIE MARCHING TUBA

Heutzutage kommt auf Paraden und Märschen zumeist die sogenannte Marching zum Einsatz. Diese hat eine aufrechte Bauform und unterscheidet sich damit auch kaum von dem Grund-Instrument.

Allerdings ist das Mundrohr mit einem speziellen Winkelstück verlängert und die Tuba kann auf die Schulter gelegt werden. Der Schalltrichter ist bei dieser Variation nach vorne ausgerichtet, wodurch die Zuhörer den Klang ebenfalls sehr gut wahrnehmen können. 

DAS SOUSAPHON

Die Marching wurde im Jahr 1908 von John Philip Sousa für amerikanischen Show- und Militärkapellen etwas modifiziert, wodurch das sogenannte Sousaphon entstand.

Das nach dem Dirigisten und Komponisten aus den USA benannte Instrument bestand, anders als beispielsweise das oben erwähnte Helikon, aus zwei Teilen.

Beim Spielen führte der Nutzer den Schalltrichter über seinen Kopf, wodurch der Klangeffekt noch einmal verstärkt wurde. Die Besonderheit war, dass das Sousaphon neben den üblichen Werkstoffen auch zu geringen Teilen aus Kunststoff (Fiberglas) bestand, um Gewicht einsparen zu können. 

DIE QUALITÄT 

Sie hält nicht nur einige Jahre, sondern im Idealfall das ganze Leben lang. Daher sollte bei dem Kauf auf hochwertige und robuste Materialien geachtet werden. Heutzutage sorgen spezielle Herstellungsprozesse und schützende Lackierungen dafür, dass die Tuben sehr lange halten.

Gute Einsteigermodelle werden häufig bereits zu attraktiven Preisen angeboten. Allerdings sollte eine Tuba immer in einem Fachgeschäft und keinesfalls zum Beispiel in einem Supermarkt gekauft werden. Denn viele Hersteller fertigen jedes einzelne Teil in Handarbeit an. Auch wenn dadurch natürlich der Preis steigt, können sich die Käufer über hochwertige und langlebige Produkte freuen. 

Andere Hersteller lassen bestimmte Teile für sich anfertigen oder kaufen sie hinzu und verbauen sie dann in Handarbeit. Etwas günstiger sind Instrumente, die komplett industriell gefertigt werden. Dafür sind diese zumeist aber auch nicht so hochwertig verarbeitet und halten dementsprechend auch nicht ganz so lange.

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