FAGOTT

fagott

FAGOTT RATGEBER

Sie ist ein Holzblasinstrument, der Ton wird durch ein sogenanntes Doppelrohrblatt erzeugt und das Wort Fagott kommt aus dem Italienischen Fagotto, das Bündel. Ideale Voraussetzungen als Werkmaterial zur Herstellung des Instruments bietet Bergahorn. Diese Baumart wächst nur recht langsam vor allem in höheren Lagen bis hin zu 2000 m, was ein sehr geradliniges Wachstum ermöglicht. Typischerweise wird das Bergahorn Holz geflammt und in einem weiteren Arbeitsschritt in rötlichen Tönen gebeizt. Am fertigen Gerät tritt durch diese Arbeitsweise eine wunderschöne Maserung zutage, die jedes einzelne Instrument zu einem Unikat macht.

Die modifizierte Grifftechnik erfordert viel Übung

Bei der Herstellung von Fagotten müssen grundsätzlich zwei Arten unterschieden werden, die deutsche und die französische. Die deutsche Bauart wurde bereits im 19. Jahrhundert eingeführt und ist auch unter dem Namen Heckel System geläufig. Das Instrument verfügt über Tonlöcher sowie etwa 24 Klappen, produziert entweder aus Neusilber oder in einer versilberten Variante, die anschließend vernickelt wird.

Am Stiefel befindet sich eine Handstütze, die allen Fingern der rechten Hand größtmögliche Bewegungsfreiheit sichert. Denn diese müssen das Instrument sozusagen vorne und hinten bedienen. Auch die linke Hand bedient während des Spiels sämtliche Klappen der Bass stange, des Schallstücks sowie des Flügels.

Im direkten Vergleich mit anderen Holzblasinstrumenten ist normalerweise nur eine Oktav Klappe für den Daumen vorgesehen, nicht so hier, denn dort erstreckt sich die notwendige Grifftechnik auf beide Instrumenten Seiten.

Die Innenauskleidung mit Naturkautschuk verhindert Feuchtigkeitsschäden

Der gesamte Instrumenten apparat, bestehend aus Federn, Rollen und Klappen inklusive deren Befestigung wird auch als Mechanik bezeichnet. Um die Langlebigkeit des empfindlichen Holzes zu gewährleisten und vor Kondenswasser zu schützen, sind die Innenräume von rechter Stiefel bohrung und Flügel in der Regel mit Kautschuk ausgekleidet.

Bei jedem Blasvorgang entsteht zwangsläufig Kondenswasser, welches tief bis in die U-förmige Krümmung hinablaufen kann. Das Gerät weist eine beachtliche Gesamtlänge auf, deshalb müssen auch die einzelnen Tonlöcher weiter auseinanderliegen.

Um eine spielbare Grifflänge überhaupt zu ermöglichen, sind beim Fagott einige Bohrungen der Tonlöcher in Stiefel und Flügel schräg angesetzt. Schallstück, Bassrohre sowie die linke Instrumentenseite mit der Bass Stange sind der direkten Kondensfeuchtigkeit jedoch nicht ausgesetzt.

Optimale Pflege & Wartung sichern Langlebigkeit und Klangcharakter

Wartung und Pflege sind für die Langlebigkeit eines Fagotts ganz entscheidend. Deshalb wird nach jedem Einsatz eine Reinigung unbedingt empfohlen. Außer der Bildung von Kondenswasser durch den Blasvorgang lassen sich auch geringe Schweißablagerungen an Holz und Mechanik nicht vermeiden. Mit einem weichen Tuch können diese jedoch nach jedem Spieleinsatz leicht entfernt werden.

Sehr stark betroffen…

von der Feuchtigkeit durch Kondenswasser sind die Innenwände der rechten Stiefelseite sowie diejenigen von Flügel und S-förmigem Boden. Zum Trocknen von Flügel und Stiefel nach jedem Spiel werden spezielle Tücher aus Wildleder verwendet, welche mit einer Rückholschnur versehen sind. Das Wildledertuch wird jeweils nach jedem Spiel vorsichtig durch Stiefel und Flügel gezogen.

Für die Reinigung des S- förmigen Bogens stehen darüber hinaus spezielle Bürsten zur Verfügung. Auch Schallstück und Bassstange sollten unbedingt nach jedem Spiel sorgfältig gereinigt werden. Hierzu sind im Fachhandel spezielle Wischer mit weichen Borsten erhältlich, wie sie beispielsweise auch für das Reinigen von Glasflaschen verwendet werden.

Darüber hinaus ist es auch erforderlich, von Zeit zu Zeit die Mechanik mit einem hochwertigen Silberputztuch zu reinigen. Es ist nicht nur ein Instrument mit wunder schönem Aussehen, sondern fasziniert auch durch seinen besonders schmeichelnden Klangcharakter. Tiefe Doppelrohrblatt- Instrumente, als Vorläufer des heutigen Fagotts, wurden bereits im 17. Jahrhundert hergestellt.

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