KLARINETTE

klarinette

KLARINETTE

 

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit vorwiegend zylindrischer Bohrung. Ihr Mundstück ist wie beim Saxophon mit einem einfachen Rohrblatt ausgestattet. Der Name des Instruments wird darauf zurückgeführt, dass sie im hohen Register ähnlich klingt wie die hohe Clarin-Trompete, deren Funktion sie im 18. Jahrhundert teilweise übernahm.

GRIFFSYSTEM

Die zwei vorherrschenden Griffsysteme sind einerseits das deutsche Griffsystem, das vor allem in Deutschland und Österreich verwendet wird, und andererseits das heute international weit verbreitete französische System (Böhm-System). Der Fingersatz für das Böhm-System wird in einem separaten Artikel beschrieben.

Sie sieht einer Oboe aus der Entfernung ähnlich, allerdings hat sie ein breites Mundstück mit gebundenem oder geschraubtem Blatt, genau wie Saxo­phone . Darüber hinaus ist sie auf der gesamten Länge außer dem Trichter etwa gleich stark.

Der Korpus des Instruments besteht üblicherweise aus Grenadillholz, manchmal auch aus Buchsbaum-, Ebenholz oder Kunststoff, selten aus Metall. Die Klappenmechanik ist in der Regel aus versilbertem Neusilber, selten aus Messing, Silber, Gold oder Nickel. Die Gesamtlänge der BKlarinette beträgt ungefähr 66 cm (71 cm bei der AKlarinette), die Innenbohrung ist etwa 14,6 bis 15,2 mm weit.

VON KLASSIK BIS JAZZ

Heute wird das Instrument in allen Arten von Ensembles gespielt. Die Anzahl der Klarinettisten und ihre Rolle ist dabei recht unterschiedlich, ebenso natürlich die Anforderungen an die Spieler und die Chance, in ein Ensemble aufgenommen zu werden. Eine kurze Übersicht über die Ensembles, die Klarinettisten offenstehen:

  • Blasorchester
  • klassischen symphonischen Orchester
  • Klezmer- Sinti- oder Tango-Orchester
  • ect.

In der BigBand und anderen Jazzformationen sie ist einmal ein Soloinstrument, dann Teil des Bläsersatzes. Hier werden Klarinetten und Saxophone wegen des gleichen Mundstücks und der ähnlichen Technik oft von denselben Musikern gespielt. Dabei ist Sie auf dem Rückzug und wird immer mehr durch Saxophone ersetzt, die auch von der Lautstärke besser mithalten können.

Im Pop, Rock und anderer neuzeitlicher, kommerzieller, und meist elektronisch erzeugter Musik spielt die bestenfalls eine seltene Gastrolle als Exot, auch schon mal die Bass- und Altklarinette wegen ihrer ungewöhnlichen Optik.

Anders als Streicherinnen und Saxophonisten, die man in Musikvideos auch mal gerne zeigt (aber merkwürdigerweise dann oft nicht hört) macht eine BKlarinette optisch kaum was her.

Übungen zur Zwerchfell-Atmung

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich die für das
Klarinettenspiel nötige Atemtechnik anzutrainieren.
Hier ein paar Anregungen:

Übung 1 „Vorhang“

Diese Übung trainiert die Ausdauer bei Anfängern.
Stelle dich vor einen Vorhang. Blase deinen Atem gegen den Stoff und versetze
ihn so in Bewegung.

Beginne schwach, werde stärker und wieder
schwächer. Die Bewegung des Vorhangs zeigt die Stärke des Luftstroms.
Zu Beginn wirst du es nur ein paar Sekunden schaffen ohne erneut einzuatmen,
aber mit regelmäßiger Übung wird sich die Ausatmungsphase stetig
verlängern.

Übung 2 „Papier“

Bei dieser Übung wird neben Ausdauer auch ein gleichmäßiger Luftstrom
geschult und sollte daher regelmäßig durchgeführt werden.
Nimm ein Blatt Papier und stelle dich an eine Wand.

Versuche das Papier nur durch den ausströmenden Luftstrom in gleicher Höhe an der Wand zu
halten. Der Kopf sollte dabei geradeaus gerichtet sein und das Blatt auf
Mundhöhe gehalten werden. Je größer das Papier ist und je weiter der Abstand
zur Wand, desto schwieriger wird diese Übung.

Übung 3 „Atemübung“

Diese Übung besteht aus mehreren Teil übungen und trainiert das bewusste
Atmen:

1. Atme ruhig und tief durch den Mund ein und aus. Spürst du, wie sich der
Bauch beim Einatmen weitet und beim Ausatmen wieder zurückzieht?
Falls nicht, solltest du Folgendes ausprobieren: Setze dich auf einen Stuhl
und lege den Oberkörper darauf ab.

Wenn du jetzt tief einatmest, wirst du
spüren, wie der Bauch Druck gegen die Oberschenkel ausübt. Kehre danach
in die aufrechte Position zurück.

2. Atme tief ein, halte die Luft kurz an und atme durch den Mund wieder
aus.

3. Atme tief ein und stoße die Luft direkt wieder stimmhaft mit dem Laut
„ffffff“ aus.

4. Atme tief ein und gib die Luft stoßweise auf folgende Laute frei:
„ff – ff – ff – …“

5. Wiederhole die Schritte 2-4 mehrmals.

Übung 4 „Buch“

Diese Übung kann man auch nebenbei, z. B. beim Fernsehen oder Musik
hören, machen.

Suche dir ein bis zwei schwere Bücher (z. B. ein Lexikon). Lege dich auf den
Rücken (beispielsweise auf einem Teppichboden) und atme zunächst einige
Male ganz normal.

Nun legst du dir zunächst ein Buch (später dann das
zweite) auf den Bauch und versuchst dieses durch Bauchatmung noch oben
zu bewegen.

Beim Ausatmen kommt es wieder ganz herunter. Wiederhole
dies einige Male. Aber Vorsicht: Nicht übertreiben! Du solltest dich nicht
überanstrengen. Insgesamt solltest du diese Übung ein- bis zweimal täglich
machen.

Übung 5 „Schnuppern“

Die Übung hilft beim Entdecken des Zwerchfells und der Bauchatmung.
Stelle dich vor einen Spiegel. Lege deine Hände auf den Bauch und atme
zunächst einige Male entspannt ein und aus. Atme nun komplett aus, so dass
sich keine Luft mehr in deiner Lunge befindet. Jetzt „schnupperst“ du die
Luft häppchenweise wieder ein. Der Bauch tritt bei jedem „Luftschnappen“
ruckweise nach vorne und du kannst die Bewegung des Zwerchfells spüren.
Beim Spielen atmet man selbstverständlich nicht auf diese Weise ein, aber es
zeigt, dass die Zwerchfell-Atmung grundsätzlich angeboren ist.

Übung 6 „Kerze ausblasen“

Hier wird das kontrollierte Ausatmen trainiert.
Strecke deinen Arm aus und recke den Daumen nach oben, den du zuvor ein
wenig angefeuchtet hast. Stelle dir vor, du bläst eine Kerze aus. Atme dazu
sehr tief in den Bauch ein und blase die Luft gezielt auf die Daumenspitze,
als sei sie die Flamme einer Kerze.
Übung 7 „Der Luftstau“
Diese Übung lässt dich den „Stütz-Effekt“ erleben und trainiert gleichzeitig
Atmung und Zunge.

Atme tief ein und sprich dann ein stimmloses „ft“. Dabei wird zunächst das
Ausatmen begonnen („f“-Laut) und direkt wieder gestoppt (durch den Verschlusslaut
„t“). Die Zunge wirkt jetzt als eine Art Absperrventil und staut die
Luft. Halte diesen Zustand für etwa 2 Sekunden und spüre den Druck, der
sich im Mund durch den Rückstau aufbaut.

Lasse schließlich die Luft durch
ein deutliches „tfffff“ entweichen. Atme erneut ein und versuche nun im
nächsten Schritt die Luft mehrfach hintereinander zu stauen und wieder loszulassen.
Die Zungenbewegung ist die Grundlage für einen korrekten Anstoß
beim Spielen.

Übung 8 Atemtraining mit dem Instrument

Um seine Atemtechnik zu trainieren, sollten man auch mit dem Instrument
gezielte Übungen absolvieren. Dies ist vor allem in den ersten Wochen und
Monaten des Unterrichts sehr wichtig. Der Schüler sollte regelmäßig alle
gelernten Töne so lange wie möglich aushalten. Um die Übung etwas herausfordernder
zu gestalten, kann die Dynamik variiert werden (z. B. an- und
abschwellende Töne)

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